PSY5-Vom Glücklichsein

Vom Glücklichsein – uhh, Mann, schon wieder ein ziemlich schwieriges Thema – oder etwa nicht ?!

Darüber haben ja schon ziemlich viele, wesentlich begabtere und  intelligentere Leute eine Vielzahl an Büchern geschrieben…

Na und – jeder von uns ist seines Glückes Schmied und damit Fachmann in seinem Leben und ich eben in meinem.

Also überleg‘ ich mir mal, was das für mich und mein Leben bedeutet – naja, und das eine oder andere wird der eine oder andere ( schreibt man „eine“ oder „andere“ womöglich groß? ) vielleicht ja auch bei sich selbst feststellen…

Das Kerlchen auf dem Bild da oben scheint ja glücklich und zufrieden zu sein – scheint…
So ganz sicher bin ich mir da heute nicht mehr: ab 13 Jahren hatte ich mit meinen drei Brüdern keinen Vater mehr und das Gymnasium war außer Sport, Kunsterziehung und den Mädels für mich mit steigendem Alter der absolute Horror!
…schon mal  zwei ganz gewichtige Gründe, bereits in der Jugend unglücklich zu sein…

War ich aber nicht:
Irgendwie hat mir der liebe Gott in meiner DNS ( Desoxiribonukleinsäure – extra gegoogelt: Da stecken die Erbinformationen drin…) einen Strang eingebaut, der mir hilft, „Katastrophen“ halbwegs vernünftig zu verarbeiten:

Das konnte ich prima gebrauchen, als

  • mein Vater ganz früh starb
  • ich zweimal „sitzen blieb“
  • ich als Gymnasiast Automechaniker gelernt habe
  • ich anfangs bei Porsche einen extrem schwierigen Vorgesetzten hatte
  • mir absolut unfähige Ärzte vor 20 Jahren kurz bevorstehenden Krebs voraussagten
  • nach 28 Jahren meine erste Ehe in die Brüche ging
  • ich kurz darauf einen Stent in’s Herz gepflanzt bekam
  • man mir nach einigen weiteren Gesundheitsproblemchen eine 50%-Schwerbehinderung attestierte
  • ich inzwischen drei (!) Herzkatheteruntersuchungen hinter mir habe
  • naja, usw., usw. …

Andererseits,

ich weiß gar nicht, was es da zu heulen gibt, ich denke mal, ich stehe ziemlich auf der Sonnenseite des Lebens,
denn

  • ich bin gesund zur Welt gekommen
  • ich habe meinen Vater immerhin 13 Jahre lang gehabt
  • ich hatte das Privileg, ein Gymnasium besuchen zu können
  • ich habe mein Hobby zum Beruf machen können
  • ich habe gelernt, mit schwierigen Menschen einigermaßen umgehen zu können
  • ich habe 30 Porschejahre einen nicht ganz unbedeutenden Ingenieursjob gehabt, ohne einer zu sein
  • ich habe keinen Krebs bekommen
  • ich bin mit meiner zweiten Frau glücklich und zufrieden
  • weder mein Stent noch die anderen Gesundheitsprobleme hindern mich am Motorradfahren
  • und es kommen auch hier noch jede Menge positiver Aspekte dazu…

Also alles ausgeglichen?
Nee, viel mehr als das:
Mein Glas ist halbvoll und nicht halbleer!

Deshalb ist meine Philosophie zum Thema Glück und Glücklichsein ganz einfach gestrickt – wie ich auch:

Glücklichsein hat wenig zu tun mit

  • Besitz, Geld und Vermögen ( Selbstmordrate nicht geringer wie bei uns „Normalos“ )
  • beruflicher und sozialer Stellung ( nicht unwichtig, aber nicht „glücksrelevant“ )
  • ja, nicht mal mit Erfolgen ( die sind ja kein Dauerbrenner )

sehr viel dagegen mit

  • der eigenen Einstellung
  • dem Partner
  • den Erwartungen, die man an sein Leben hat
  • sozialem Umfeld – Familie, Freunde

Und ja, klar, so auf die Schnelle kann man eigentlich ein solches Thema nicht abarbeiten – ich für mich irgendwie schon:

Für mich stehen Glücklichsein und Zufriedenheit fast auf einem Niveau:

Wer glücklich ist, denke ich, ist auch zufrieden mit seiner Situation – ich bin zufrieden und bezeichne mich deshalb auch als glücklich…

Und richtig glücklich sind für mich die Menschen, die auch bei Veränderungen dramatischer Art Ihre Zufriedenheit nicht verlieren:
Zum Glück mußte ich „einen solchen Test noch nie absolvieren“…

.


 

 

 

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