POMU3-Porsche Museum 10/2017

Das Porsche-Museum lebt:
So alle 3-4 Monate zieht mich eine innere Kraft
( naja, die ist ja schließlich 35 Jahre gewachsen…)
in’s Porsche-Museum:
Und jedes Mal gibt’s einiges Neues zu sehen.
Und jedes Mal faszinieren mich auch „ältere“ Exponate so sehr,
daß ich mir ein neuerliches Bild davon nicht verkneifen kann.

Diesmal hat mich gleich zu Anfang
dieser 356-Traum aus Holz fasziniert –
ein Teil von mir ist eben ein „Holzwurm“.
Ich hab‘ ja von Karosseriebau keine Ahnung,
aber soweit ich weiß,
hat man damals die Außenhaut über solche Modelle „gedengelt“…


Der Porsche 356:
Aus jeder Perspektive ein absoluter Traum


 

Und immer wieder faszinierend:
Da schaut Dich doch schon der Elfer an!


 

So hat das fertige Cabrio dann ausgesehen: 1948!

Ja, und entweder verstehe ich da was nicht,
oder da hat sich ein Fehler eingeschlichen:

Hier ist relativ gut zu lesen:
Porsche Typ 356 „Nr.1“ Roadster – das Auto ist eindeutig ein Cabrio
ohne festes Dach oder Klappverdeck, also ein Roadster…

Und die Heckansicht des Holzmodells oben ist ebenfalls beschildert mit:
Porsche Typ 356 „Nr.1“ Roadster – das Auto ist eindeutig ein Coupé,
– mit festem Dach…

Vielleicht gibt’s ja aber eine schlüssige Erklärung hierzu…?


 

Von vor vielen Jahren zum Heute:
Der Porsche 918 dürfte auch 3 Jahre nach Erscheinen
der technisch anspruchsvollste Sportwagen der Welt sein:
V8-Hochdrehzahlsaugmotor
4,6l-608PS+
E-Motor Vorderachse 129PS +
E-Motor Hinterachse 156PS =
887PS

Wer Lust hat:

 


 

Hier sieht er irgendwie ziemlich brav aus:
Ein typischer Porsche – ein absolutes Hochleistungsfahrzeug
mit erstaunlich hoher Alltagstauglichkeit!

 


 

Die Heckansicht mit der spektakulären Schalldämpferlage
ist für mich die Schokoladenseite des 918.

An dieser Stelle eine kleine Geschichte zu diesem Auto:
Vor einigen Tagen bin ich unterwegs in Weissach zum Wertstoffhof
und traue meinen Augen nicht:
Da steht vor einer Halle ganz harmlos ein 918…
Ich halte natürlich an und marschiere ein paar Runden um das Teilchen…

Die 918er sind alle mit feinem Schildchen im Motorraum durchnummeriert – Dieser hier hat die Nummer 001…

Dann sehe ich hinter der offenen Hallentür zwei Porschejungs,
die ich beide gut kenne.
Ich also rein und „großes Hallo“ – ich war noch nicht ganz vergessen…
Naja, lange Rede kurzer Sinn:
Natürlich hab‘ ich gebettelt, mal eine kleine Runde mitzudrehen –
auf dem Beifahrersitz:


Auf dem Fahrersitz: Leider nur für’s Foto!

Und nochmal langer Rede kurzer Sinn:

Exclusivvorführung für mich:

Lauch Control (Automatisierter Start)
geht folgendermaßen vor sich:
Komplett automatisiert wird bei eingelegtem erstem Gang
und der Drehzahl des maximalen Drehmoments
die Kupplung geschlossen.
Der Fahrer gibt lediglich Vollgas – der Rest wird vom PDK
(PDK = Porsche Doppelkupplungsgetriebe)
elektronisch geregelt erledigt.

Für alle Motorradfreunde:
Auch bei 200PS und 200kg Fahrzeuggewicht: Keine Chance!
Zu groß ist die Gefahr,
– die Kupplung zu verbrennen
– ein durchdrehendes Hinterrad bändigen zu müssen
– einen Überschlag nach hinten zu produzieren
– von schützender Elektronik eingebremst zu werden.

Der 918 macht das mehrfach hintereinander –
und immer unter 3 Sekunden von 0-100km/h!

Der anschließende YouTube-Clip gibt nur teilweise wieder,
was sich bei einer solchen Lauch Control abspielt:
Das Ganze ist (von außen) wegen des Allradantriebs
akustisch und optisch relativ unspektakulär.

Wie gesagt: Von außen!

Auf dem Beifahrersitz
– hörst Du zuerst mal den Motor bei etwa 6500 1/min brüllen
(herrlich!)
– gibt’s rückenseitig beim automatischen Einkuppeln einen kurzen, ziemlich harten Schlag
(what a feeling!)
– hörst Du von durchdrehenden Rädern so gut wie nichts
( die drehen nämlich nicht durch )
– schiebt Dich vielmehr der Sitz
(mit dem Auto dran)
mit einer ziemlich brutalen Kraft unaufhörlich nach vorn
(unbeschreiblich!)
– reißt Dich der Motor mit den „Trompeten von Jericho“
in ungekannte Akustikfrequenzen
(Musik!)
– hast Du mit dem 918 nach ca. 2,6 Sekunden
schon die 100km/h gerissen und wir sind ja in…
(aufpassen!)

Zum letzten Mal lange Rede kurzer Sinn:
Möglicherweise die, sorry,
geilsten 2,6 Sekunden meines Lebens…

Uhh, Mann, jetzt hab‘ ich mich aber ganz schön verquatscht –
das Erlebnis wirkt eben nach…

 


 

Highlights findet man im Porsche-Museum natürlich jede Menge:

Für mich ein absoluter Superstar:
Der Carrera GT, inzwischen schon fast 14 Jahre alt
und sorry, meine Meinung,
designtechnisch ganz klar vor dem 918…

Hier auf dem riesigen, vielleicht 10m x 3m großen sensationellen „iPad“
im Obergeschoß des Museums zu sehen.:


 

Noch so ein Überflieger aus weit vergangenen Tagen:
Der Porsche 959
Urahn der alle ca.10-15 Jahre vorgestellten Überflieger,

also:

Porsche 959 (1985)
Porsche Carrera GT (2003)
Porsche 918 (2014)

Als „911-CEO“ war der 959 extrem wandlungsfähig:
Er hat bei den 24h von Le Mans mitgespielt.
Er hat bei der Rallye Paris-Dakaar ein Wörtchen mitgeredet.
Und er hat als Straßenmonster
einige Leute mit viel Geld glücklich gemacht


 

Faszinierend: Die Cayenne turbo-Keramikbremse
So ein Monster war vor ein paar Jahren
in wilden Rennautos verbaut!


 

Und noch so’n eindrucksvolles Detail des Cayenne:
Eine High-Tech-Scheinwerfereinheit aus dem Jahr 2017…


 

…auch schon wieder obsolet ( veraltet, überholt, nicht mehr aktuell ):
Das 1:5 Windkanalmodell des RS SPYDER
Alles, nee vieles über diesen kleinen, großen Kracher steht hier:

http://cede51.de/pag-15-rs-spyder/


 

Und das ist der Racing-Bruder des oben gezeigten Porsche 918:
…heißt also 919 !
Und ja, den hab‘ ich im letzten Jahr schon mal gezeigt,
aber inzwischen hat er auch
2017 die 24Stunden von Le Mans gewonnen
und ist auch 2017 Weltmeister!

Wenn ich das also hier richtig wiedergebe:

Sieg der 24h von Le Mans: 2015, 2016, 2017
Endurance Weltmeister P1: 2015, 2016, 2017

…spricht eigentlich für sich – und Porsche…

Nicht uninteressanter „Technik-Werbeclip“ von Porsche zu diesem Auto:


 

Na, und was könnte das denn sein?

Was ganz interessantes:
Als der VW Käfer seinem Ende entgegenging, war klar:
Da muß etwas ganz anderes her
und Porsche hat damals als Entwickler
seinen Beitrag zu diesem Thema geleistet!

 


 

Ein Unterflurheckmotor, klar mit Heckantrieb und mit 2 Kofferräumen,
das Ganze als Langzeit-Auto konzipiert…
Daß der Golf dann einen quer eingebauten Frontmotor
mit Frontantrieb bekam,
war aus heutiger Sicht natürlich die richtige Entscheidung:
Bestimmt 90% aller kleinen bis mittleren Fahrzeuge
weisen heute dieses Konzept auf.
Urahn dieser Idee: Der Mini!


 

Ja, noch was:
Der Besuch im Porsche-Museum lohnt nicht nur
wegen seines eindrucksvollen Inhalts:

Die Architektur ist im Inneren wie im Äußeren
ähnlich spektakulär wie seine Exponate:

Porsche eben…


 

 

 

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2 Antworten

  1. Hans sagt:

    Charmant, dich really live vor der interaktiven Displaywand zu sehen!

    • cede sagt:

      Grüezi Hans,
      ja, das Nette mit der interaktiven Displaywand war: Ich hab‘ die an diesem Tag selbst zum ersten Mal gesehen und war mit einem, vielleicht auch dem Initiator der Wand vor Ort und dermaßen begeistert, daß ich ihm mein Handy in die Hand gedrückt und dann ganz spontan drauflos „gegaggert“ hab’…
      Und dann hab‘ ich den Miniclip einfach wie er ist, ehrlich und unbearbeitet in YouTube gestellt…
      …freu‘ mich schon, Dich nächstes Jahr motomäßig mal wieder zu sehen!
      Gruß nach Affoltern am Albis! Christoph

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